Das Problem kennt wahrscheinlich jeder Student: die Suche nach einem Thema für die Abschlussarbeit. Und wen interessiert das dann überhaupt? Insbesondere wenn es sich um ein rein theoretisches Thema handelt … Ganz anders ist es bei Bachelor- oder Masterarbeiten, die in einem Unternehmen geschrieben werden. Diese Themen sind praxisnah und leisten gleichzeitig einen Beitrag für das jeweilige Unternehmen. Wie viele andere Studenten habe auch ich meine Masterarbeit (Thema: Agiles Change Management) zusammen mit diva-e geschrieben und im Rückblick kann ich sagen: Das war das Beste, was mir passieren konnte.

Von Anfang an stand für mich fest, meine Masterarbeit in einem Unternehmen zu schreiben. Ich habe mir ein praxisnahes Thema und eine fachliche Betreuung von Unternehmensseite gewünscht und wollte, dass meine Arbeit im Unternehmen etwas bewirkt.

So die Hoffnung – und dann traf ich auf die Realität.

„Wir haben nicht die Zeit Masteranden zu betreuen“, lautete die häufigste Antwort auf meine Bewerbungen oder „Machen Sie erst einmal das [unbezahlte] Praktikum und dann schauen wir, ob eine Masterarbeit möglich ist“, hieß es mehrfach.

Ganz anders bei diva-e. Bereits beim Bewerbungsgespräch wurde mir die Option für eine Masterarbeit versichert, was mich beruhigte.

Ich habe zuerst ein sechsmonatiges Praktikum als Projektmanagerin durchlaufen: Dadurch lernte ich das Unternehmen und die Projekte kennen und hatte ausreichend Zeit, um ein passendes Thema für meine Masterarbeit zu finden. Und genau bei dieser Themenfindung erhielt ich Unterstützung von allen Seiten: sowohl projektspezifische Themen im direkten Kundenzusammenhang als auch unternehmensinterne Themen standen mir zur Auswahl.

Mein Thema: Agiles Change Management

Ich komme aus dem klassischen Projektmanagement, daher waren die Themen Agilität und Scrum in Bezug auf Kundenprojekte für mich eine vollkommen neue Erfahrung. Fasziniert von den Möglichkeiten, schnell und flexibel Erfolge zu erzielen, stellte sich mir die Frage: Wenn Agilität eine Alternative für das klassische Projektmanagement darstellt, wieso denn nicht auch für das klassische Change Management? Aus dieser Frage entstand letztendlich meine Masterarbeit zum Thema „Agiles Change Management“.

Unternehmen sind ständig Veränderungen ausgesetzt: Ein Produkt wird überarbeitet, der Kunde hat neue Anforderungen oder Unternehmen ändern ihre internen Prozesse. Der Wandel war schon immer Teil der Unternehmenswelt, nimmt aber stetig an Geschwindigkeit und Komplexität zu. Diese Gefahr wird von den Unternehmen unterschätzt. Rund 70 Prozent aller Veränderungsprojekte sind nicht erfolgreich. Das klassische Change Management basiert auf starren Strukturen, wochen- oder monatelanger Planung und einer entsprechend umfangreichen Dokumentation. Ein Vorgehen, das nicht mehr zu unserer schnelllebigen Welt passt.

diva-e entstand aus einem Zusammenschluss von sieben Unternehmen – d.h. siebenmal unterschiedliche Prozesse, siebenmal unterschiedliche Strukturen und 500 verschiedene Menschen. Das langfristige Ziel von diva-e heißt one company. Bis dahin liegt noch ein langer Integrationsprozess vor uns, der besonders für die Mitarbeiter so angenehm wie möglich gestaltet werden soll. Und genau hier setzte meine Masterarbeit an.

Ich habe in meiner Masterarbeit zum einen belegt, dass Agilität eine Lösung für Change Management darstellt und darüber hinaus bestehende Modelle für agiles Change Management untersucht: das duale Betriebssystem von Change-Guru John P. Kotter und den Lean Change Cycle von Jason Little. Die Betrachtung der Veränderungsprojekte bei diva-e hat mich letztendlich zu der Schlussfolgerung gebracht, die beiden Modelle zu kombinieren. Durch diese Lösung werden die jeweiligen Schwächen der Modelle ausgeglichen. Durch die agilen Veränderungsprozesse wird die Komplexität des Wandels zwar nicht verringert, aber sie lässt sich besser kontrollieren.

Ich habe mir während meiner Masterarbeit ein Portfolio an agilen Werkzeugen erarbeitet, die bei Veränderungsprojekten angewandt werden können. Auch bei diva-e gab es in Bezug auf den Zusammenschluss, Schwachstellen und Konfliktsituationen. Diese Punkte habe ich in meiner Arbeit analysiert und Lösungsansätze formuliert – immer mit dem Fokus auf die Mitarbeiter. Meine Erkenntnisse sind nicht nur interessant für das Management, die primär die Integration von diva-e vorantreiben, sondern auch für jeden einzelnen Mitarbeiter, da Veränderungen Teil jeder Hierarchieebene sind.

Unterstützung von allen Seiten 

Während meiner gesamten Bearbeitungszeit von sechs Monaten habe ich intensiv mit meinem Arbeitskollegen (Zweitbetreuer) zusammengearbeitet. Er hat mich nicht nur fachlich (Literatur, Erfahrungen, Brainstorming) sondern auch persönlich unterstützt, indem er mich motiviert hat und mir half, wenn ich irgendwo feststeckte oder mich beruhigte, wenn die Panik, „das ist so viel“, aufkam. Dieses Gefühl von Sicherheit und die Unterstützung werte ich aus Erfahrung als absoluten Luxus.

Und danach?

Ich bin weiterhin bei diva-e in Berlin – jetzt als festangestellte Consultant. Ich freue mich in neue Projekte einzusteigen und darüber hinaus auch das Thema agiles Change Management weiter voran zu treiben. Vorträge, Workshops und Artikel – wie z.B. dieser – sind bereits in der Planung.

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