Im Beitrag „Scrum – Eine Einführung“ haben wir bereits einiges zum Hintergrund von Scrum und zur Vorbereitung eines Scrum Projekts erzählt. Nun soll es aber endlich mit der eigentlichen Entwicklungsarbeit losgehen, denn so ein Scrum Projekt programmiert sich schließlich nicht von alleine.

Scrum in der Realität

In der Praxis wird Scrum mit cross-funktionalen Teams durchgeführt, die aus Product Owner, Entwicklungsteam und Scrum Master bestehen. Der Product Owner ist insbesondere für den ROI des Projektes verantwortlich. Er legt alle Projektanforderungen fest, priorisiert diese und koordiniert sie mit den Stakeholdern. Das Entwicklungsteam ist für die Umsetzung und die Qualität des Produkts verantwortlich. Es besteht im besten Falle aus Teammitgliedern, die alle notwendigen Expertisen für die Entwicklung des Produkts vereinen. Der Scrum Master unterstützt das Team bei der Selbstorganisation und bei der Steigerung der Effektivität. Er ist dafür verantwortlich, dass sich das Team rein auf seine Kernarbeit konzentrieren kann und nicht durch anderweitige Anfragen fortlaufend abgelenkt wird.

Das Projekt selbst besteht aus einzelnen Sprints, die wiederum aus Planning, Sprintphase, Review, Backlog Refinement und Retrospektive zusammengesetzt sind. Ein Sprint dauert dabei je nach Projekt ca. 1-4 Wochen, bei dem täglich ein sogenanntes Daily stattfindet. Dies bezeichnet ein max. 15-minütiges Stand-up, bei dem jeder Projektteilnehmer kurz erläutert, was er am Vortag geschafft hat, welche Hürden er gerade hat und was er für den aktuellen Tag plant. Eine hohe Transparenz, fortlaufender Wissensaustausch und das frühzeitige Erkennen eventueller Projektverzögerungen können hierdurch gesichert werden.

In jedem Sprint sollte sich das Entwicklungsteam zudem immer etwas Zeit für das Backlog Refinement nehmen. Hierbei wird das Backlog, welches die genauen Anforderungen an das Projekt enthält, priorisiert, detailliert und offene Fragen werden geklärt. Dies dient zur Vorbereitung auf das Sprint Review, welches am Ende eines jeden Sprints stattfindet. Dabei wird auf sachlicher Ebene darüber reflektiert, inwieweit die vorgenommenen Backlog Items umgesetzt werden konnten. Außerdem wird das bisher erarbeitete Ergebnis dem Product Owner und den Stakeholdern vorgestellt, sodass aus deren Feedback wertvolle Anhaltspunkte für das folgende Sprint Planning des nächsten Sprints in Betracht gezogen werden können. Das Team bestimmt hierbei dann erneut, wie viele Tasks in der nächsten Iteration umgesetzt werden.

Der Sprintzyklus wird so lange fortgesetzt, bis das Produkt am Ende entsprechend der Anforderungen der Kunden umgesetzt ist.

Von der Theorie zur Praxis

Die Theorie zum Thema Scrum hätten wir damit einmal grob umrissen. Doch kann man sich nun tatsächlich vorstellen, wie es sich anfühlt, Teil eines agilen Teams zu sein? Wir denken, dass man dies einmal hautnah erlebt haben muss. Denn Theorie ist ja oftmals das Eine, und in der Praxis erlebt man es dann ganz anders. Insbesondere Dynamik und Eigenverantwortlichkeit prägen das Projektleben stark und lassen sich schwer in Worte fassen.
Genau aus diesem Grund haben wir unseren Workshop „Scrum in Two Days“ ins Leben gerufen.

Der Workshop ist für alle geeignet, die sich für Scrum interessieren, sei es Entwickler, Projektmanager, Einkäufer oder auch Studenten. Mithilfe des Computerspiels „Minecraft“ wird im Workshop eine reale Projektsituation nachgestellt. Von der Projektvorbereitung über das Schätzverfahren, den ersten Sprint bis hin zum Sprint Review – gemeinsam mit deinen Workshop-Kollegen bildest du ein diversifiziertes Team und wirst erstaunt sein, was man gemeinsam wirklich erreichen kann. Komm einfach vorbei und probiere es selbst.

Das könnte Ihnen auch gefallen

Ein Beitrag für das Unternehmen – meine Masterarbeit bei diva-e
Weiterlesen
Stressmanagement – 3 Tipps für den Arbeitsalltag
Weiterlesen
Praktikum bei diva-e – Erfahrungen und Möglichkeiten
Weiterlesen
Denken wie Designer für das Wohl unserer Mitarbeiter
Weiterlesen
Mit vollem Potential voraus
Weiterlesen